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Die Strecke zwischen Zürich und Winterthur ist eine der meistbefahrenen in der Schweiz – und ein Engpass im Bahnverkehr. Mit dem Projekt Mehrspur Zürich–Winterthur baut die SBB im Auftrag des Bundes die Strecke um zusätzliche zwei Tunnel Spuren aus. Geplant sind zusätzlich zu den zwei bestehenden Spuren durch das Kemptthal, eine zusätzliche Doppelspur durch den neuen Brüttemer-Tunnel. Zugleich werden die Bahnhöfe Dietlikon, Bassersdorf, Wallisellen und Winterthur Töss ausgebaut, und weil die SBB gleich dran ist weitere bauliche Massnahmen an der Bahninfrastruktur zwischen Zürich und Winterthur in Angriff genommen. Ein Riesenprojekt!
Mit dem Grossprojekt MehrSpur Zürich–Winterthur wird die Bahnkapazität zwischen Zürich und Winterthur um 30 Prozent ausgebaut: Pro Tag können 900 Züge rund 156 000 Reisende befördern. Damit wird Reisen schneller, einfacher und komfortabler.
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Zukünftig können zwischen Zürich und Winterthur mehr Fernverkehrszüge fahren. Ebenso ist das Projekt das erste Schlüsselelement für den Ausbau des Angebots bei der Zürcher S-Bahn. Zusammen mit dem Ausbau des Bahnhofs Zürich Stadelhofen und weiteren Massnahmen kann der Kapazitätsausbau bei der Zürcher S-Bahn erfolgen. Und die zusätzlichen 2 Linien durch den Tunnel ermöglichen der SBB bei Pannen eine zusätzliche Ausweich-Route zu befahren.
Das Grossprojekt war im Sommer 2023 öffentlich aufgelegt worden. Das Bewilligungsverfahren ist nun einen entscheidenden Schritt weiter: Das Bundesverwaltungsgericht hat die hängigen Beschwerdeverfahren gegen die Plangenehmigung für das Bauprojekt Mehrspur Zürich–Winterthur abgeschrieben. Das bedeutet grünes Licht für das grösste Ausbauprojekt der SBB.
Die SBB wird nun das definitive Bauprogramm festlegen und die Anwohnenden informieren, die von den Bauarbeiten betroffen sind. Die Bauzeit dauert insgesamt rund zehn Jahre. Die ersten Vorarbeiten zum Einrichten der Baustellen werden Anfang 2026 starten. Es handelt sich um Arbeiten an Boden und Gehölz sowie der Bahntechnik.
$Der Brüttemer-Tunnel von Winterthur nach Zürich kostet stolze 3,3 Milliarden Franken (= 3’300 Millionen Franken) . Es besteht zudem eine Kostengenauigkeit +/- 10 Prozent, die die Steuerzahler nochmals 330 Millionen kosten könnte. Finanziert wird das Projekt aus dem Bahninfrastrukturfond des Bundes, in den unter anderem die Steuerzahler von Bund und Kantone einzahlen.
Die Inbetriebnahme des Angebots ist ab dem Jahr 2035 geplant. Die Bauzeit beträgt wie gesagt etwa 10 Jahre. Die SBB geben „Mitte der 2030er-Jahre“ als „mögliches“ Fertigstellungsziel an. Es dauert also noch ein Weilchen bis die Winterthurer durch den schicken neuen Tunnel nach Zürich düsen können.
Quelle: HappyTimes.ch, SBB Schweizerische Bundesbahnen